Sorry dass wir mit unserem Bericht etwas hinterher sind, aber leider funktionierte das Internet in Kambodscha nicht so wie wir es uns vorgestellt hatten.

 

Am Montag den 28.02.2011 nahmen wir uns nach zwei „Tempeltagen“ vor etwas von Land und Leute zu sehen.

Wir wussten durch unseren Reiseführer und durch das Internet schon vorher dass es in Kambodscha eine große Armut geben würde, aber was wir an diesem Tage sahen machte uns doch schon sehr nachdenklich.

Wie die Tage vorher wurden wir durch unseren Guide KaKa und unseren Fahrer „Bo“ abgeholt, und wir fuhren wieder in ein Khmer Restaurant um zu Frühstücken.

Hier besprachen wir wieder wie und was wir an dem heutigen Tag machen wollten.

Unser Programm sah folgendermaßen aus:  Besuch eines traditionellen Marktes im Dorf „Damdek“. Dieser Markt ist ca. 40 km von Siem Reap entfernt und frei von Touristen. Danach wollten wir weiter zum „Tonle Sap See“, dem größten Süßwasser See Sudostasiens. Auf diesem See kann man eines der ca.170 schwimmenden Dörfer sehen, die es rund um den See gibt.

Dieses schwimmende Dorf mit dem Namen „Kampong Kleang“ besteht u.a. aus einem Krankenhaus und einer Schule, aber keines der schwimmenden Häuser hat Sanitäre Anlagen.

Danach wollten wir unbedingt Kleider die uns liebenswürdigerweise von Maritas Cousine Katja und von unseren Freunden Heinz und Susanne zur Verfügung gestellt wurden an arme Kinder weitergeben.

Deshalb baten wir unseren Guide KaKa, dass er uns zu einer Familie führt, die sich über die Kleider freuen würden.

Nachdem wir unsere Tour besprochen hatten ging es dann auch gleich los.

Wir fuhren wie besprochen als erstes auf den Markt von „Damdek“ und gingen hinein ins Gewusel.

Was wir hier sahen lässt sich mit Worten schwer beschreiben. Alleine die Gerüche ließen bei mir (Rüdiger) fast dem Magen zum Überlaufen bringen. Bei fast 35 Grad Außentemperatur wurde unter Hallenähnlichen Gebäuden in denen sich die Hitze tierisch staute alles verkauft was man sich vorstellen kann. Außerdem wurden Fische geschlachtet, frisch geschlachtete Schweine ausgestellt, alles möglich zusammen gemixt und gekocht…...aber nirgendwo wurde irgendetwas gekühlt, alles lag auf dem schmutzigen Boden, und wie es dann gerochen hat, kann sich wohl jeder selber vorstellen. Ganz zu schweigen von den vielen Fliegen, die dem Markt auch einen Besuch abstatteten.

Wir gingen dann zum Glück schnell weiter und fuhren zum Tonle Sap See. Auf dem Weg dorthin bekamen wir schon die ersten Eindrücke wie sehr die Leute hier in Armut leben müssen.

Irgendwann war auch die Straße nicht mehr befestigt, und wir kamen dann teilweise nur noch im Schritttempo voran.

Am See angekommen bestiegen wir ein Boot, das uns zum schwimmenden Dorf brachte.

Während der Fahrt zum Dorf erklärte uns unser Guide KaKa, die Größe des Sees.

In der Trockenzeit hat der See eine Fläche von rund 2500 Km2.

Während der Regenzeit überschwemmt der See jedes Jahr eine Fläche von ca. 10 000 Km2  und die Bewohner des Sees müssen bis zu 7-mal im Jahr Ihren Standort wechseln.

Die Häuser am Rande des Sees sind auf bis zu 10 Meter hohen Stelzen gebaut, damit die Häuser während der Regenzeit nicht überschwemmt werden.

Wieder am Startpunkt angekommen ging es dann wieder zurück Richtung Siem Reap wobei wir dann noch wie am Anfang erwähnt bei den armen Leuten halten wollten um die Kleider von Katja, Heinz und Susanne zu verschenken.

Wir hielten an, nachdem KaKa einige Frauen sah, die auf dem staubigen Boden saßen und Ihre teilweise nackten Kinder im Dreck spielen liesen.

KaKa erklärte den Frauen den Grund unseres Stopps, und man sah wie sehr sich diese Frauen freuten.

Dann ging es zurück nach Siem Reap wobei wir unterwegs noch in einem Hilfsprojekt für Kinder hielten. Hier sahen wir Kinder, die aus Leder Figuren stanzten, andere machten Steinmetzarbeiten und wieder andere webten Schals oder schnitzten Figuren aus Holz.

Auf Nachfrage erklärte man uns, diese Kinder würden halbtags in die Schule gehen, und den anderen halben Tag in diesem Projekt arbeiten.

Wir fuhren zurück in die Stadt, und wurden an unser Hotel gebracht. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, ließen wir den langen und interessanten Tag bei einem leckeren Indischen Restaurant ausklingen. Am nächsten Tag sollte es dann für uns wieder zurück gehen nach Thailand.