Donnerstag  29.04.2010  -  Samstag 01.05.2010

 

Nach einem ausgiebigen und leckeren Englisch Breakfast starteten wir gut gelaunt zur Fähre nach Kangaroo Island. Wieder hatten wir mit dem Wetter Glück und es wurde ein Tag ohne Regen. Nach dem Einchecken bei Sea-Link Ferrys ging es auch schon mit dem Verladen des Auto’s los und wir erwarteten gespannt was uns auf Kangaroo Island erwarten würde. Nach der Ankunft  in Penneshaw starteten wir gleich Richtung Stokes Bay. Sehr erstaunt waren wir,als wir feststellten, dass auf Kangaroo Island nicht alle Straßen Asphaltiert waren, und wir uns auf einer Schotterpiste wieder fanden, die einem Wellblechdach gleich kam. Das Rütteln und Schütteln war so teilweise so heftig (bestimmt wie im Outback), dass einige Male nur Schritttempo möglich war und Rüdiger Panik hatte dass der Mietwagen Schaden nehmen könnte. In Stokes Bay angekommen fanden wir nach einem kleinen Spaziergang an der rechten Seite der Bucht einen kleinen Felstunnel.

Als wir durch diesen versteckten Tunnel teilweise gebückt durch waren, befanden wir uns an einem traumhaften Strandabschnitt, der uns für die anstrengende Rüttelpiste entschädigte.

Nach einem schönen Strandspaziergang, gingen wir wieder  zurück und belohnten uns an einer kleinen Imbissbude (Australian Standard) mit Fish und Chips.

Dann machte wir uns wieder auf den Weg über die Rüttelpiste zum Westende  der Insel wo wir den Flinders Chase National Park besuchten.

Am Nationalpark angekommen, mussten wir erst mal am Visitor Center halten und unseren Eintritt bezahlen. Dann ging es auf den Weg zum Admirals Arch. Ein Uferweg führte hinab zum Admirals Arch (ein spektakulärer Bogen, den die Brandung im Laufe der Zeit ausgewaschen hat).Die Brandung war hier wirklich wahnsinnig stark und die Wellen schlugen Meterhoch gegen die Felsen. Ein großartiges  Naturschauspiel. In mitten der starken Brandung schwammen immer wieder Neuseeländische Robben, die hier in Admirals Arch in einer Kolonie leben. Den verspielten Robben und der starken Brandung hätten wir noch stundenlang zuschauen können, aber wir mussten noch ein Stückchen fahren da wir eine Night Wildlife Tour gebucht hatten und vorher noch unsere Unterkunft in Hanson Bay beziehen wollten.

Nachdem wir erneut auf einer Rüttelpiste durchgeschüttelt wurden, erreichten wir unser Nachtquartier. Unsere Cabine (Blockhütte) für die heutige Nacht war sehr einfach, lag aber dafür in einer wunderschönen Bucht, und wir hatten einen Ausblick der bisher nicht zu toppen war. Auf telefonische Nachfrage, welche unsere Cabine sei wurde uns gesagt es sei ein Schild im Fenster mit „Rüdiger“ beschriftet und der Schlüssel läge auf dem Boden, was dann auch so war (undenkbar in Deutschland).Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten ging es in den Handson Bay Wildlife Sanctuary wo unsere Nachttour gleich begann. Mit uns waren zwei weitere Paare dabei, wobei sich herausstellte dass eines der Ehepaare aus Gerlingen/Stuttgart stammte (wie klein doch die Welt ist).

Bei dieser Tour,die uns sehr gut gefallen hat sahen wir u.a.Koalas, Walabis, Opossums und Kängurus. Dabei war eines der Kängurus Handzahm (und lies sich streicheln), da dieses per Hand aufgezogen wurde weil die Mutter überfahren wurde, und das kleine aus dem Beutel gezogen und hierher gebracht wurde. Nach der Führung ging es zurück via Wellblechpiste zu unserem Blockhaus. Ein kleines Abendvesper (das wir dann mit einem kleinen Opossum teilten, der sich an unserer Verandatüre bemerkbar machte), Feuer gemacht und ein langer und erneut schöner Tag ging zu Ende. Der neue Tag versprach wieder schön zu werden und so ging es wieder in den Flinders Chase Nationalpark, wo wir unser Breakfast einnahmen und dann die „Remarkable Rocks“ anschauten. Die „Remarkable Rocks“ sind eine Gruppe von Wind und Wetter geformter Granitfelsen (siehe Bilder) die übers Meer ragen. Anschließend ging es dann zur ca.70 km entfernten „Seal Bay Conservation Park“. Dort wurde uns von einer Rangerin die am Strand lebenden Seelöwen gezeigt und erklärt. Eine sehr Interessante und sehenswerte Tour. Weiter ging es dann in das 60 km entfernte Kingscote, wo wir eine weitere sehr schön gelegene Unterkunft (Sea View Motel) fanden. Wie fast jeden Tag checkten wir ein, verstauten unser Gepäck und machten uns auf den Weg zu einer neuen Tour. Am Kai von Kingscote werden täglich wilde Pelikane gefüttert was wir natürlich sehen wollten, und im Anschluss daran fütterten wir uns in einem Schnell Fisch Restaurant selber. Auf dem Nachhauseweg beschlossen wir dann noch an einer Tour zu wilden Pinguinen teilzunehmen.  Vor dieser Tour sahen wir im Pinguin Center von Kingscote noch in Aquarien die Fische der Region, und sahen bei der Fütterung eines Cattlefischs und von Lobster zu. Am nächsten Morgen starteten wir vom Kai zu einer Tour mit einem Schlauchboot. Bei dieser Tour wurde uns versprochen dass wir wilde Delfine sehen würden, und wurden nicht enttäuscht. Wir sahen als erstes einen riesigen Cellyfisch (Qualle) und kurz darauf die ersten Delfine (zwei Mütter mit Ihren Babys). Andrew unser Guide fragte mich (Rüdiger) ob ich nicht Lust hätte mit wilden Delfinen zu schwimmen, da wir noch viel mehr sehen würden, was ich sofort bejahte. Ich zog mich gleich um, und auf einmal stoppte Andrew das Boot da wir eine große Gruppe Delfine sahen. Diese Gruppe kam gleich näher und schwamm immer direkt um unser Boot herum. Sofort ging ich ins Wasser, und fand mich gleich in einer Gruppe Delfine wieder. Durch die Taucherbrille sah ich, dass einer dieser Delfine in etwa 3 – 4 Meter Entfernung in einem Halbkreis um mich herumschwamm. Ich wollte im folgen und auf einmal fing er im Wasser an Kreise zu ziehen. Ich folgte ihm, und hatte den Eindruck dass er mit mir spielen wollte was der Bootsführer mir später auch bestätigte. Für mich ein unvergessliches Erlebnis. Leider ging diese wunderschöne Tour viel zu schnell zu Ende und wir mussten uns auf den Weg zur Fähre nach Penneshaw machen.

Auf dem Weg dorthin fuhren wir über Cape Willoughby um den dortigen Leuchtturm und die grandiose Aussicht anzuschauen. Von dort ging es direkt zum Fährhafen (wobei wir noch eine fette Schlange auf der Rüttelpiste sahen, die vor uns die Straße überquerte).Der Rest des Tages war dann weniger spektakulär. Wir checkten bei Sea Link Ferrys ein, setzten dann über von Kangaroo Island nach Cape Jervis und fuhren den Rest dieser Etappe bis nach Glenelg bei Adelaide wo wir im Sea Breeze B&B für zwei Übernachtungen eincheckten. Wieder kam uns hier das Navi sehr zu Hilfe, da diese Unterkunft etwas versteckt gelegen lag.