Cairns und Great Barrier Reef - Montag 03.05.2010 –  Sonntag 09.05.2010

 

Nach einem ca.3 stündigen Flug kamen wir dann in Cairns an und machten uns dann gleich auf zum Baggage Claim, wo wir Tristan (Maritas Sohn) trafen. Die Wiedersehensfreude war sehr groß, da es doch schon eineinhalb Jahre waren, die sich die beiden nicht gesehen hatten. Zwischenzeitlich telefonierte ich mit der Mietwagenfirma, und machte mit ihm klar wo und wann er uns am Flughafen abholen könne, was dann auch gut geklappt hat. In Cairns war unser erster weg zu Pro Dive wo wir unseren Tauchtrip ans Great Barrier Riff gebucht hatten. Was wir noch für ein Debakel vor uns hatten wussten wir zu dem Zeitpunkt zum Glück noch nicht. Im Pro Dive Shop angekommen fragten wir ob es möglich wäre einen Deutschsprachigen Mitarbeiter zu bekommen. Dieser kam auch gleich, viel uns aber sofort durch sein Uninteressiertes und Arrogantes Auftreten auf. Nach unserer Nachfrage wann wir unsere Tauchanzüge anprobieren könnten bekamen wir die Info wir sollten nochmals am Mittwoch in den Shop kommen. Da wir aber am Mittwoch eine längere Tour geplant hatte, und ich (Rüdiger) noch für Maritas Geburtstag ein Abendessen organisiert hatte machten wir ihm den Vorschlag am Dienstag zu kommen da wir da unsere Tour noch umlegen konnten. Diesem Vorschlag stimmte er zu und wir gingen ins Kookas B&B um unser Gepäck auf unsere Zimmer zu bringen. Wir waren sehr erstaunt was für eine schöne Unterkunft  wir gebucht hatten. Marlies und Bruno, ein Schweizer Ehepaar empfingen uns sehr herzlich und wir fühlten uns sofort wohl. Da es mittlerweile schon spät Nachmittag war, gingen wir los zu unserer ersten Tour auf dem Daintree  River (Dan Irby’s Mangrove Adventures)

Am Daintree River angekommen saß unser Tour Guide Dan Irby schon im Boot und wartete auf uns. Unsere Tour begann in der Dämmerung, und wieder kamen wir aus dem Staunen nicht heraus. Was Dan Irby sah ließ uns staunen. Er sah in der Dämmerung und in der Nacht, nur mit seiner Handlampe, Tiere die wir bestimmt am Tage nicht gesehen hätten. Wir sahen Eisvögel (Kingfisher), White Lip Frogs (weiße Lippen Frösche), kleine Krokodile, über die Wasseroberfläche springende Shrimps und viele andere Kleintiere. Außerdem erklärte  er uns die Sterne am klaren Nachthimmel. Der Daintree River war zu diesem Zeitpunkt Menschenleer, und er machte auf uns den Eindruck, als befänden wir uns am Amazonas. Nach dieser schönen Fahrt fuhren wir die ca.100 km zurück nach Cairns ins Kookas. Ein schöner Tag ging zu Ende. Am nächsten Morgen fuhren wir  nach Wangetti Beach und besuchten Hardleys Crocodile Farm. Hier machten wir u.a. eine Bootstour auf einem angelegtem See. Hier wurden Krokodile an einem langen Bambusstab, an dem Hänchenhälse hingen gefüttert. Dabei sprangen die riesigen Krokodile fast auf ganzer Länge senkrecht aus dem Wasser. Anschließend sahen wir bei der Fütterung von Frisch und Salzwasserkrokodilen zu was sehr beindruckend war. Zur Mittagszeit machten wir uns daran im Park eigenen Restaurant Krokodilfleisch (als Fleischspieße) zu versuchen. Danach ging es im Park weiter mit verschiedenen Vorführungen und Fütterungen. Im Anschluss dieser Tour gingen wir wieder ins Tauchgeschäft (Pro Dive) nach Cairns, wo wir wieder unsere Tauchausrüstung anprobieren wollten. Total erstaunt waren wir, als uns der Deutschsprechende Mitarbeiter sagte wir hätten nicht kommen müssen, da es die Ausrüstung auf dem Boot geben würde. Wir glaubten er wolle uns verarschen, da er am Vortag sagte wir sollen wieder kommen da es wichtig wäre. Naja, es war Urlaub und wir versuchten uns nicht aufzuregen. Als wir in dann nochmals auf unsere Abholung am Donnerstag ansprachen, und wir Ihm unsere Adresse des Kookas schriftlich geben wollten, winkte er ab mit dem Hinweis er wüsste genau wo wir wohnten, und es wäre gar kein Problem mit unserer Abholung. Wir sollten pünktlich um 06:00 Uhr an der Straße stehen, denn man würde uns abholen. Doch das große Desaster sollte erst noch kommen. Diesen Tag liesen wir in einem schönen und leckeren Balinesischen Restaurant Ausklingen. Der nächste Tag begann dann wieder sehr früh um 06:30Uhr mit einem leckeren Frühstück bei dem ein toller Obstteller mit tropischen Früchten dabei war. Dann ging es auf nach Port Douglas, wo schon Pete Baxendell mit seinem Jeep auf uns wartete. Und das Abenteuer konnte beginnen (natürlich mit einer Geburtstagsüberraschung für Marita)!

Als erstes zeigte uns Pete mehrere Bäume auf denen sich eine große Kolonie Flying Fox (Flughunde) niedergelassen hatten. Dann ging es mit dem Jeep weiter Richtung Cape Tribulation, wo er uns unterwegs an einem heiligen Berg der Aborigines die Traumzeiten dieses Volkes erklärte, was uns sehr beeindruckte. Auf unserem Weg nach Cape Tribulation überquerten wir mit einer Kabelfähre den Daintree River. Irgendwann hielt Pete im Regenwald an und sagte wir mögen uns ein wenig umschauen, er würde einen kleinen Frühstücksnack herrichten (natürlich wusste ich was er machen wollte, da ich die Geburtstagsüberraschung für Marita von Deutschland aus bestellt hatte).

Als er uns rief und wir an seinem Jeep ankamen war für Marita die Überraschung groß; auf der Kühlerhaube des Jeeps hatte Pete einen Geburtstagstisch mit Torte und Kerzen hergerichtet, der uns alle (vor allem Marita) staunen lies.

Nach dem Happy Birthday Lied und Kaffee und Kuchen machten wir uns auf den Weg zu einer Wanderung in den Regenwald. Schon nach kurzer Zeit war kein Weg mehr erkennbar und um uns wurde es richtig Urwaldlich. Wir bekamen u.a. zu sehen wie man sich im Urwald die Zähne putzt, wie man sich im Wald ernähren kann und vieles mehr. Nach ca. 1,5 Std kamen wir wieder am Jeep an, den wir alleine nicht mehr gefunden hätten. Wir fuhren weiter, und kamen nach der Durchfahrt von Cape Tribulation auf den Bloomfield Track. So wie wir uns das Outback vorstellten, fuhr Pete mit uns auf Strecken die nicht befestigt waren und die auch durch kleinere Flüsse führten. Dann hielt Pete neben einem Fluss an, und sagte, es wäre Zeit für Lunch und wir seien an seinem Restaurant angelangt. Durch fast Knietiefes Wasser wateten wir in die Mitte des Flusses (kleine Insel) und Pete begann das Mittagessen vorzubereiten, dass er mitbrachte und was hervorragend schmeckte. Nach dem leckeren Essen machten wir uns auf den Weg, fuhren noch ein Weilchen mit dem Jeep durch die schöne Gegend bevor es dann wieder zurück nach Port Douglas ging wo eine schöne und Interessante Tour zu Ende ging. Gut gelaunt fuhren wir wieder Richtung Cairns ins Kookas B&B. Bei Marlies der Betreiberin des Kookas B&B hatte ich für diesen Abend ein leckeres Geburtstagsessen mit Dessert bestellt, und war nun gespannt wie Marita schauen würde, da sie von dieser Überraschung noch nichts ahnte. Wir verabredeten uns auf 20:00 Uhr zum Abendessen.

Als wir pünktlich zum Essen kamen, kam Marita aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auf einem großen, mit Alufolie verpackten Brett hatten Marlies und Danika 47 Teelichter aufgereiht und empfingen uns mit einem Glas Champagner. Wir stießen auf Maritas Geburtstag an und machten uns dann auch gleich an unser Geburtstagsessen. Marlies kochte für uns einen herrlichen Fisch mit Kartoffeln und Salat. Zum Dessert brachte sie eine leckere Schokoladentorte mit Glückwünschen für Marita. So ging dann auch dieser schöne Tag mit einem Geburtstagsessen zu Ende und wir gingen dann zu Bett, da wir früh um 06:00 Uhr von Pro Dive zu unserer Tauchfahrt abgeholt werden sollten.

Pünktlich um 06:00 Uhr standen wir vor dem Kookas und warteten auf unsere Abholung. Als wir um sieben immer noch da standen, riefen wir bei Pro Dive an, und waren sehr überrascht als man uns mitteilte der Fahrer würde seit geraumer Zeit vor unserem Hotel stehen aber niemand würde kommen.

Wir sagten dem Mitarbeiter dass hier weit und breit kein Fahrzeug von Pro Dive zu sehen wäre und er sich bitte um unsere Abholung bemühen solle. Nach langem hin und her und einer weiteren Stunde Wartezeit, kam endlich das Fahrzeug das uns abholen sollte. Auf unsere Nachfrage warum die Abholung so in die Hose ging, bekamen wir von dem Fahrer nur die Information dass er nur eine Aushilfe sei und uns keine Infos geben kann. Die nächste Überraschung erwartete uns dann am Hafen, als uns der Fahrer erklärte, wir müssten in den Hafen zum Anleger laufen da unser Schiff schon abgelegt hätte und uns ein anderes Schiff ans Riff bringen würde.

Wir wurden dann an ein anderes Boot abgegeben und fuhren mit diesem Boot ans Great Barrier Reef.

Als wir am Reef nach zweistündiger Fahrt ankamen, sahen wir unser Boot in ca. 500 m Entfernung ankern. Nun waren wir natürlich sehr gespannt wie wir auf unser Boot kommen sollten?

Nach geraumer Zeit kam ein Mitarbeiter des Bootes zu uns und sagte, dass unser „Taxi“ gekommen sei. Wir folgten ihm, und wurden zu einer „Nussschale“ (kleines Schlauchboot) gebracht das uns zu unserem Tauchboot bringen sollte. Wir hatten in diesem Schlauchboot wenig Platz, aber dafür einen ziemlichen Seegang, der dafür sorgte dass wir schon nach wenigen Metern bis auf die Unterwäsche durchnässt waren. Als wir auf dem Boot ankamen, sagte man uns dass unsere gebuchten Kabinen inzwischen schon belegt wären. Das ließ die Bombe platzen und wir wollten dass man uns zurück auf das andere Boot bringen sollte da uns die Lust auf die Tauchfahrt vergangen war. Daraufhin erklärte uns der Diving Instructor des Bootes wir sollen uns erst mal setzen und er wolle versuchen alles zu Regeln. Danach fand man eine für uns akzeptable Lösung und wir machten unseren ersten Tauchgang der uns sehr gut gefiel. Die Eindrücke am Reef  liesen uns dann den ganzen Ärger vergessen und wir genossen den Rest der Fahrt und die Tauchgänge. Am Samstag ging es dann nach den letzten drei Tauchgängen zurück nach Cairns, wo wir uns dann für eine weitere Nacht im Kookas einquartierten. Bei einem guten Abendessen und einem leckeren Glas Wein mit Bruno, Marlies und Danika liesen wir den Tag und die Woche in Cairns und am Great Barrier Reef  ausklingen. Am nächsten Mittag  brachte uns Marlies zum Flughafen von wo aus wir nach Sydney abflogen.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei Marlies, Bruno und Danika für unsere unvergessliche Zeit in einer wunderbaren Atmosphäre im Kookas (http://www.kookas-bnb.com/) bedanken.